Junggesellenabschied in Frankfurt

Letztes Jahr im August feierte mein Bruder Michael seine Hochzeit und hat mich in diesem Zusammenhang als seinen Trauzeugen auserwählt. Ich habe mich darüber sehr gefreut - schließlich haben Michael und ich ein sehr enges Verhältnis zueinander. Trauzeuge zu sein ist allerdings nicht nur darauf beschränkt, zusammen mit dem Brautpaar am Altar zu stehen, sondern auch diverse Vorbereitungen für die Hochzeit zu tätigen.

Eine der Aufgaben des Trauzeugen ist es zum Beispiel, den Junggesellenabschied des Bräutigams zu planen. Da mir diese Aufgabe im Rahmen von Michaels Hochzeit zum ersten Mal zuteil wurde, und ich von der Planung von so etwas überhaupt keine Ahnung hatte, habe ich mich erst einmal im Bekanntenkreis umgehört und natürlich eine umfangreiche Internetrecherche durchgeführt. Wie sich schnell herausstellte, haben sich wohl einige Riten für solche Anlässe eingebürgert und es gibt eine ganze Industrie, die sich um dieses Thema gebildet hat. Allen voran ist es anscheinend erforderlich, eigene T-Shirts für den JGA zu entwerfen. Gerne gesehen sind auch Bauchläden oder Bollerwägen, aus denen heraus der Junggeselle Kondome, Schnäppschen oder Küsse ausverkauft.

Da Michael allerdings eher konservativ ist und ich wusste, dass ihm dies eher nicht gefallen wird, habe ich mich weiter informiert und am Ende folgendes Programm zusammengestellt:

Den Auftakt bildete ein Paintball-Spiel im Taunus. Da Michael, im Gegensatz zu mir, bei der Bundeswehr war, wusste ich, dass er an so etwas bestimmt Gefallen findet. Zusammen mit der gesamten Gruppe sind wir über ein Areal gescheucht, um uns mit kleinen Farbkugeln zu beschießen. Man hat zwar einen Gesichtsschutz - allerdings gab es viele Stellen am Körper, die im Anschluss daran mit blauen Flecken verziert waren.

Da diese Aktion doch recht schweißtreibend und anstrengend war, haben wir uns im Anschluss daran erst einmal etwas frisch gemacht, um danach im Restaurant Waldgeist eine Stärkung einzunehmen. Wer es nicht kennt: Hier gibt es die größten Portionen an Schnitzeln, Burgern und Bieren im ganzen Rhein-Main-Gebiet. Die Portionen sind derartig groß, dass man sie gar nicht aufessen kann. Auf jeden Fall waren wir im Anschluss gut gesättigt.

Den krönenden Abschluss unseres JGA stellte eine Kneipentour durch Alt-Sachsenhausen dar. Auch dies ist für Junggesellenabschiede in Frankfurt sicherlich ein Klassiker. Da wir außerhalb des JGA eher nicht so der Typ sind, der nach Alt-Sachsenhausen geht, kannten wir uns dort entsprechend auch nicht gut aus. Allerdings bin ich im Internet auf ein Angebot aufmerksam geworden, das geführte Kneipentouren anbietet. Als Guide hatten wir ein super nettes Mädel (Melanie) dabei, die ordentlich Stimmung gemacht hat und uns durch echt coole Locations geführt hat. Das Ende war in einer Karaoke Bar, in der wir bis morgens früh durchgefeiert haben. Alle Infos zu der Kneipentour auch für euren Junggesellenabschied in Frankfurt findet ihr unter www.pubcrawl-frankfurt.de.

Von dem was ich gehört habe, war der Junggesellenabschied von uns Männern deutlich unterhaltsamer als der von Michaels zukünftiger Braut - Die sind nämlich bei Regenwetter mit dem Tretboot gefahren ;)

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